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Dialog Dollenberg: China im Fokus

Dialog Dollenberg: China im Fokus

Bad Peterstal-Griesbach. Der Dialog Dollenberg hat sich bei seiner letzten Ausgabe im Jahr 2023 mit Wirtschaftsthemen in Zusammenhang mit China beschäftigt. Laut Pressemitteilung diskutierten die Teilnehmer im vollbesetzten Spiegelsaal des Superior Hotels Dollenberg in Bad Peterstal-Griesbach über die schnelle wirtschaftliche Entwicklung im Reich der Mitte und die Auswirkungen auf den europäischen und deutschen Markt. Landesjustizministerin Marion Gentes, die aus der Ortenau stammt, und der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß (Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, beide (DU) waren anwesend. Einen Vortrag hielt Carlo Lazzarini, der Vorstandsvorsitzende der PWO AG, (Progresswerk Oberkirch). Der Oberkircher Automobilzulieferer produziert laut Pressemitteilung auch im chinesischen Suzhou mit mehr als 300 Mitarbeitern Komponenten für die Autoindustrie. Lazzarini ging darauf ein, in welchem Tempo China den weltweiten Automarkt mit E-Autos flute: „2030 wird jedes dritte weltweit verkaufte Auto in China produziert sein“ wird er zitiert.

Innovationen fördern

Im Bereich der E-Mobilität habe China längst die technologische Führung übernommen. „Während wir noch von vergangenen Erfolgen schwärmen, haben andere längst Fakten geschaffen“, so Lazzarini. Noch aber sei es nicht zu spät. Lazzarini setze in Deutschland auf die „enorme Innovationskraft des industriellen Mittelstands“. Dazu brauche es aber bessere Rahmenbedingungen, Innovationen müssten gefördert statt behindert werden. Deutschland dürfe es sich bei aller Hinwendung zu den USA nicht leisten, China zu vernachlässigen, sagte Lazzarini. „Wohin strebt China?“ fragte als Experte Jörg Wuttke, langjähriger Präsident der deutsch-chinesischen Handelskammer in Peking und Repräsentant der BASF in China. Mit Zahlenmaterial zeichnete er laut Pressemitteilung die technologische Entwicklung des Reichs der Mitte nach, ging auf dessen politischen Wandel mit immer stärkeren Tendenzen zum Kommunismus ein und dessen Rolle in der Weltpolitik. Auch China habe mit Strukturkrisen zu kämpfen, das wirtschaftliche Wachstum verlangsame sich. Deutschland müsse in dieser Situation geopolitischer und strategischer denken und handeln, statt sich in neue Abhängigkeiten zu begeben, so Wuttke.

Regionale Wirtschaft

„China ist für die regionale Wirtschaft nicht mehr wegzudenken“, betonte Dominik Fehringer in Bezug auf die Ortenau. Der Geschäftsfürer von Nectanet, der früheren Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO), beleuchtete das Zusammenspiel – vor allem die Unterschiede – der chinesischen und regionalen Wirtschaft. Auch Fehringer warnte von einseitigen Abhängigkeiten und forderte einen Staat, der handlungsfähiger und offener für neue Tendenzen sei. „Wir haben keine Zeit zu verlieren“ sagte Fehringer.

Ein Artikel der Mittelbadischen Presse.
https://mittelbadische.de/