Aluminium Richter reicht Unterlagen ein
Aluminium Richter hat die Genehmigungsunterlagen für zwei Windräder am Standort eingereicht. Dazu trafen sich Tim Schober, Lukas Schuwald (Ökostromgruppe Freiburg), Tobias Kreutzer, Geschäftsführer der Richter Aluminium GmbH, Projektmanager Benedikt Hupfer und Andreas Heck, Bürgermeister der Gemeinde Hohberg und Vorsitzender des Gewerbeparks Raum Offenburg HOCH3.
Offenburg/Schutterwald (red/all). Das Unternehmen Richter Aluminium in Schutterwald hat nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung erreicht: Zwei gebrauchte Windkraftanlagen mit jeweils zwei Megawatt Leistung sollen ab 2026 direkt am Standort des Unternehmens errichtet werden. Gemeinsam mit der bestehenden 2,5 MWp Photovoltaikanlage decken die beiden Windräder auf dem Firmengelände an der A5 laut Mitteilung in Zukunft rund 65 Prozent des gesamten Rohstoffbedarfs durch Eigenerzeugung ab. Früheren Angaben zufolge sollen sie 120 Meter hoch sein.
„Nach erfolgreichem Abschluss aller relevanten Gutachten – darunter Umwelt-, Schall- und Artenschutzprüfungen – haben unsere Projektpartner von der Ökostromgruppe Freiburg die Antragsunterlagen beim Landratsamt Offenburg eingereicht“, teilte das Unternehmen mit. „Die geplanten Windkraftanlagen sind ein zentraler Baustein unserer Strategie zur CO2-neutralen Produktion“, betont Geschäftsführer Tobias Kreuze. „Wir investieren damit nicht nur in grüne Energie, sondern auch in die Zukunft unseres Standorts in Deutschland.“
Als Reaktion auf die steigenden Netzentgelte und die zunehmende Volatilität der Energiemärkte will Richter der Mitteilung zufolge „bewusst ein Zeichen“ setzen. „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Krisen und globale Ereignisse einen schwer kalkulierbaren Einfluss auf die Energieversorgung und Produktionssicherheit in Deutschland haben- und voraussichtlich weiterhin haben werden“, sagt Kreutzer. Daher setzt Richter verstärkt auf eine weitergehende Eigenproduktion von Energie.
Begleitet wird das Projekt durch weitere Investoren von bis zu zehn Millionen Euro. Zum Jahreswechsel 2025/26 soll ein bestehender Gasofen auf Strombetrieb umgestellt und künftig hauptsächlich mit selbst erzeugtem Strom betrieben werden. Die Anschaffung eines Batteriespeichers soll Lastspitzen glätten und die Eigenstromnutzung maximieren.
Diese Maßnahmen sind unter dem Unternehmen zufolge Teil des Programms „Road to Net Zero 2030“ und sollen „wesentlich zur klimaneutralen Produktion am Standort“ beitragen.
Ein Artikel der Mittelbadischen Presse
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